Kategorie: Leben

  • Eltern werden

    Da hat man 9 Monate Zeit sich vorzubereiten und ist dennoch emotional kaum in der Lage zu begreifen was sich für einen da alles verändert. Das ein Kindergeburtstag kein Spaziergang ist war mir vorher klar, aber ich war bei der Geburt durchgehend mit dabei und muss sagen, dass ich echt froh bin hier nur den passiven Teil gehabt zu haben.

    Ich habe große Ehrfurcht vor dieser körperlichen Leistung und verneige mich in Demut vor allen Müttern! Ich bin überglücklich!

    Jetzt muss ich mich erst einmal daran gewöhnen dass wir nun zu dritt sind…

    Seit ich diese Zeilen geschrieben habe sind ein paar Tage vergangen und ich bin dabei mich mehr und mehr ans Vater sein zu gewöhnen…

    Fußabdruck

  • Liberation Bus Tour

    Als Abschlussveranstaltung der  Liberation Bus Tour demonstrierten heute mehrere hundert Leute in Stuttgart unter Anderem gegen die Asylbewerber betreffende Abschiebungspraxis, die Unterbringung in Sammellagern und die Residenzpflicht. Unter den Demonstranten befanden sich zahlreiche Asylbewerber, die schon in mehreren anderen Städten auf Ihr Anliegen mit vergleichbaren Demonstrationen aufmerksam gemacht hatten. Entgegen dem Verlauf in anderen Städten blieb es, zumindest bis ich die Demonstration gegen 17 Uhr verließ relativ entspannt.

    Beginn des Demonstrationszugs in der Lautenschlagerstraße
    Beginn des Demonstrationszugs

    Um 14 Uhr startete die Demonstration in  der Lautenschlagerstraße.

     

    Auf Höhe des ehem. Kommunalen Kinos
    Auf Höhe des ehem. Kommunalen Kinos

    Der Demonstrationszug bewegte sich in Richtung der Theodor-Heuss-Straße zum Rotebühlplatz, bog dann in Richtung Eberhardtstraße ab.

     

    Zwischenkundgebung am Josef-Hirn-Platz
    Zwischenkundgebung am Josef-Hirn-Platz

    Kurze Zeit später machte die Demonstration am Josef-Hirn-Platz stopp für eine Zwischenkundgebung.

    Eine Gruppe von Polizisten rannte ohne Ankündigung oder erkennbaren Grund am Rand der Demonstration vorbei und schubste dabei einige Demonstranten. Die Polizisten, die sich nur wenige Meter weiter postierten  wurden mit ihrem ruppigen Verhalten konfrontiert, waren aber nicht bereit sich auf eine Diskussion einzulassen.

    Einer der zahlreiche anwesenden Polizisten mit einer „Anti-Konflikt-Team“ Weste wurde angesprochen und in eine Diskussion verwickelt. Er versuchte zu rechtfertigen dass man den Polizisten doch hätte platz machen sollen. Als mehrere Demonstrationsteilnehmer jedoch entgegneten, dass ein Ausweichen gar nicht möglich gewesen wäre da ohne Vorwarnung von hinten geschubst wurde, konnte er auch nichts entgegnen was das Verhalten der Polizei gerechtfertigt hätte.

    Das "Anti-Konflikt-Team" bei der Arbeit
    Das „Anti-Konflikt-Team“ bei der Arbeit

    Auch der Vorwurf rassistischen Verhaltens wurde von einem schwarzen Teilnehmer geäußert – meinem Eindruck nach versuchte man hier, vielleicht auch um diesen Verdacht nicht zu bekräftigen von Polizeiseite aus deutlich vorsichtiger als sonst vorzugehen und ließ sich für die Diskussion recht viel Zeit.

    Die Situation beruhigte sich wieder und der Demonstrationszug lief zum Rathausplatz weiter, wo eine weitere Zwischenkundgebung stattfand. Hier habe ich mich gegen 17 Uhr ausgeklinkt und bin nach Hause…

     

  • Paris im Mai…

    …ist eine Reise wert. Daher sind Inge und ich vom 1. bis 4. Mai per Bahn nach Paris um uns die Stadt anzugucken.

    Demonstrant
    Da am 1. Mai, dem Tag der Arbeit nicht nur in Deutschland demonstriert wird, haben wir uns, nachdem wir unsere sachen im Hotel abgeladen hatten eine Demonstration angesehen, die vom Place de la Bastille, bis zum Place de la Republique ging. Ein knapp 2 Kilometer langer Demonstrationszug mit wohl etlichen zehntausend Menschen wälzte sich ab 15 Uhr durch Paris.

    Am 2. Mai sind wir erst zum Invalidendom 

    Eifelturm

    …und anschließend zum Eifelturm gelaufen.

    Danach sind wir am Ufer der Seine entlang, am Grand Palais und der nach Alexander dem 3. benannten Metallbrücke vorbei zum Place de la Concorde und weiter auf der Champs Elysee in Parks entlang in Richtung des Arc de Triomphe, wobei auf dem letzeren Teil auf der Einkaufsstraße dichtes Gedränge herrschte.

    Den Triumpfbogen, welcher auf einer Verkehrsinsel steht kann man nur unterirdisch zu Fuß erreichen – auch dort war einiges los.

    Danach sind wir nach Marais, dem jüdischen Viertel gefahren und haben bei L’As du Fallafel gegessen. Im Place des Vosges , dem angeblich schönsten Platz in Paris haben wir uns ein wenig ausgeruht.

    Ausblick

    Später waren wir auf dem begrünten Viaduc des Arts spazieren, welches das vom Place de la Bastille entlang der Avenue Daumesnil zum Stadtrand führt. Von dort hat man einen guten Ausblick auf die Häuserzeilen.

    Bevor wir wieder ins Hotel sind, waren wir noch kurz einkaufen und haben schockierendes gesehen:

    Osterhasen und Nikoläuse

    Osterhasen und Weihnachtsmänner, die sich ein Regal teilen!

    Am 3. Mai sind wir dann zum Hotel de Ville, dem Pariser Rathaus. Anschließend sind wir weiter zum Centre Pompidou gelaufen, vor dem ein Obdachloser mit erschreckender Hingabe Tauben gefüttert hat.

    Clochard

    Neben den Tauben gab es dort noch eine riesige Rolltreppe zu sehen, einen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle gestalteten Brunnen, sowie ein haushohes Graffiti.

    Nächste Station, nach Besichtigung der Kirche St Eustachius: Louvre –  wir haben uns nicht in die schier endlose Schlange eingereiht und sind nach einiger Zeit einfach etwas essen gegangen.

    Anschließend sind wir an der Oper vorbei und zum Kaufhaus Lafayette, welches eine Dachterrasse hat. Der Ausblick ist zum empfehlen und kostet keinen Eintritt.

    Am 4. Mai haben wir zuerst das Hotel geräumt und unser Gepäck am Bahnhof in ein Schließfach verstaut. Anschließend sind wir nach Montmartre gefahren und haben im Museé de Montmartre eine Ausstellung über das Chat Noir angesehen.

    Danach waren wir noch in  Sacré-Cœur und sind nach dem Mittagessen noch zu Notre Dame, welches wir aber nur von Außen angesehen haben…

    Um 19 Uhr sind wir dann zurück nach Stuttgart, wo wir gegen 23 Uhr erschöpft angekommen sind.

     

    Weitere Fotos hier…
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  • Rechtes Land

    Die Initiative Rechtes Land möchte rechte Aktivitäten kartieren.

    Aus der Projektwebsite:

    Deutschlandweit sind Neonazis am Werk. Das Wissen über sie ist regional verteilt; sich ein Gesamtbild zu verschaffen ist alles andere einfach. Rechtes Land will die Orte der extremen Rechten, ihre Verbände, ihre Morde, ihre Überfälle, ihre Termine und aktuelle Vorhaben kartieren. Um sie für alle sichtbar zu machen. Online, auf eine praktische und handhabbare Weise über eine interaktive Karte im Browser.

     

    Derzeit wird via Crowdfunding versucht für das Projekt zu sammeln, eine unterstützenswerte Sache, wie ich finde…

  • Neuseelandurlaub 2010

    Ziemlich genau 3 Jahre ist es her, dass ich einen knapp vierwöchigen Neuseelandurlaub gemacht habe. Ich habe dabei ein Reisetagebuch geführt und viele Fotos gemacht, jedoch habe ich es nicht zeitnah geschafft darüber zu bloggen. Als ich zurück war, bin ich dann erst mal krank geworden und irgendwie ist der Bericht dann liegen geblieben.

    Da ich im Moment Urlaub habe, nehme ich mir nun die Zeit dies nachzuholen.
    (mehr …)

  • Auto kaputt 🙁

    Nachdem die Woche echt anstrengend war, und mir jemand leider das geparkte Auto kaputt gefahren hat, werde ich mich dieses Wochenende wohl schon mal nach Alternativen umsehen müssen. Offenbar ist nicht ganz klar ob sich die Instandsetzung lohnt, oder nicht. 🙁

    Immerhin war der Verursacher so freundlich und hat das ganze gemeldet, daher muss ich zumindest nicht die Bescherung selbst bezahlen – das ist ein Trost, aber nur ein schwacher…

  • Angriff mit System

    Am Donnerstag Abend war ich auf einer überaus interessanten Veranstaltung der Reihe Angriff mit System. Diese von Verdi-Aktiven initiierten Veranstaltungsreihe, die sich mit dem Phänomen Repression, also der Unterdrückung von politischen Bewegungen beschäftigt möchte dieses Thema ins Licht der Öffentlichkeit rücken.

    Zitat der Angriff Mit System Seite:

    Auch wenn in Deutschland viele Grundrechte wie Versammlungsfreiheit, Koalitionsfreiheit oder die freie Wahl des Aufenthaltsortes (Freizügigkeit) auf dem Papier für alle gelten, sieht die Realität oft anders aus. So müssen immer mehr Menschen und ganze Personengruppen die Erfahrung machen, dass Behörden oder Unternehmen repressiv gegen sie vorgehen. Dabei kann die Art der Repression völlig unterschiedlich aussehen: Sie reicht von den alltäglichen Sanktionen gegen Erwerbslose bis hin zu rabiaten Polizeieinsätzen wie am sogenannten „Schwarzen Donnerstag“ der S21-Bewegung. Aktive Betriebsräte und Gewerkschaftsaktivisten müssen sich gegen schwere Angriffe zur Wehr setzen, unternehmernahe Anwälte haben sich mittlerweile auf das Vorgehen gegen Betriebs- und Vertrauensleute spezialisiert. Flüchtlinge werden durch die Residenzpflicht selbst in ihrer Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt, Selbstorganisation und politische Betätigung wird von den Behörden bekämpft und behindert.

    Leute aus dem S21 Widerstand, der Stuttgarter Antifa, dem Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit, sowie der Demosanitäter berichteten über Ihre Erfahrungen mit der teils gewaltsamen, teils juristischen Unterdrückung politischen Protests und versuchen Handlungsperspektiven aufzuzeigen.

    Die Veranstaltung war mit etwa 100 Teilnehmer gut besucht, eine Videoaufzeichnung dieser Veranstaltung ist via Youtube abrufbar:

    Am 28.11. findet die letzte Veranstaltung dieser Reihe im DGB Gewerkschaftshaus in Stuttgart statt.

     

    Update, 26.11.2012: Redebeiträge zum Versammlungsrecht findet man in Textform auf der Website von Thomas Trüten.

    Der Redebeitrag von Julia Von Staden ist unter BlogNau zugreifbar.

  • Vegetarismus

    Seit etwa 9 Monaten esse ich kein Fleisch mehr. Das Thema beschäftigt mich seit Jahren und ich war schon seit länger Zeit der Meinung dass es ethisch sowie ökologisch nicht vertretbar ist Tiere zum Verzehr zu züchten –  jedoch hatte ich mich – wie die meisten anderen Leute auch nicht bewusst genug damit beschäftigt, um den „Schritt zu wagen“ ganz auf die gewohnte Fleischbeilage zu verzichten.

    Als der Entschluss feststand war es aber erstaunlicherweise sehr einfach und ist immer noch ein fast schon lustvoller Prozess, indem ich immer mehr Fleischersatz-Produkte ausprobiere. So habe ich kürzlich erst „Lupinenfilet“ entdeckt – ein, von der Konsistenz an Hackbraten erinnernder Fleischersatz, den ich sehr lecker finde.

    Die Spacebar Chorizo „Wurst“ schmeckt mir besser, als die Spanische Wurst mit Tier mir je geschmeckt hat.

    Generell muss ich sagen, dass ich den Konsum von Fleischprodukten keineswegs vermisse, vielmehr ist es so, dass mit jeder fleischlosen Mahlzeit ich mich freue damit keinem Tier Leid zugefügt zu haben. Zudem bekommt mir das Essen von Sojaprodukten gut und etwas abgenommen habe ich seitdem auch.

    Derzeit lese ich Tiere Essen und bei jeder Seite der Beschreibungen über Massentierhaltung und die ökologischen Auswirkungen industieller Tierzucht frage ich mich ernsthaft, wieso ich nicht schon vor 10 Jahren mit dem Fleischessen aufgehört habe. Ein deutlich vermindertes Krebsrisiko wirkt auch nicht gerade abschreckend.

  • Bloggen und die Zeit

    Irgendwie sinkt die Bloghäufigkeit bei mir über die letzten Jahre. Ich finde nicht mehr so oft die Zeit meine Gedanken zu sammeln und zu veröffentlichen. Deshalb hab´ ich mich entschlossen dies in Zukunft häufiger von unterwegs / auf Reisen zu machen. Ich nehme mir jedenfalls vor mehr zu schreiben 🙂 –