Autor: pearn

  • Angriff mit System

    Am Donnerstag Abend war ich auf einer überaus interessanten Veranstaltung der Reihe Angriff mit System. Diese von Verdi-Aktiven initiierten Veranstaltungsreihe, die sich mit dem Phänomen Repression, also der Unterdrückung von politischen Bewegungen beschäftigt möchte dieses Thema ins Licht der Öffentlichkeit rücken.

    Zitat der Angriff Mit System Seite:

    Auch wenn in Deutschland viele Grundrechte wie Versammlungsfreiheit, Koalitionsfreiheit oder die freie Wahl des Aufenthaltsortes (Freizügigkeit) auf dem Papier für alle gelten, sieht die Realität oft anders aus. So müssen immer mehr Menschen und ganze Personengruppen die Erfahrung machen, dass Behörden oder Unternehmen repressiv gegen sie vorgehen. Dabei kann die Art der Repression völlig unterschiedlich aussehen: Sie reicht von den alltäglichen Sanktionen gegen Erwerbslose bis hin zu rabiaten Polizeieinsätzen wie am sogenannten „Schwarzen Donnerstag“ der S21-Bewegung. Aktive Betriebsräte und Gewerkschaftsaktivisten müssen sich gegen schwere Angriffe zur Wehr setzen, unternehmernahe Anwälte haben sich mittlerweile auf das Vorgehen gegen Betriebs- und Vertrauensleute spezialisiert. Flüchtlinge werden durch die Residenzpflicht selbst in ihrer Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt, Selbstorganisation und politische Betätigung wird von den Behörden bekämpft und behindert.

    Leute aus dem S21 Widerstand, der Stuttgarter Antifa, dem Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit, sowie der Demosanitäter berichteten über Ihre Erfahrungen mit der teils gewaltsamen, teils juristischen Unterdrückung politischen Protests und versuchen Handlungsperspektiven aufzuzeigen.

    Die Veranstaltung war mit etwa 100 Teilnehmer gut besucht, eine Videoaufzeichnung dieser Veranstaltung ist via Youtube abrufbar:

    Am 28.11. findet die letzte Veranstaltung dieser Reihe im DGB Gewerkschaftshaus in Stuttgart statt.

     

    Update, 26.11.2012: Redebeiträge zum Versammlungsrecht findet man in Textform auf der Website von Thomas Trüten.

    Der Redebeitrag von Julia Von Staden ist unter BlogNau zugreifbar.

  • Cyanogenmod

    An dieser Stelle möchte ich einmal Cyanogenmod lobend erwähnen.
    Diese frei verfügbare Firmware für Android-Telefone (und Tablets) ermöglicht Anpassungen, die mit der Original Firmware nicht ohne weiteres angeboten werden. Zudem ist das Update recht einfach und ich war schon vor dem offiziellen Release der Samsung Firmware in der Lage Android 4.0.3 auf meinem Galayx S2 laufen zu lassen.
    Alles was man dazu braucht ist die Unverfrohrenheit sein Telefon zu rooten – der Rest ist erstaunlich einfach.
    Ich benutze verschiedene Builds davon sein über einem Jahr und hatte bislang noch keine unangenehmen Überraschungen…

  • Von unterwegs

    Ein Test vom Smartphone aus mit der WordPress Android App

  • Stockholm

    Ich war die letzten Tage in Stockholm, beruflich.

    Leider hat es ziemlich geregnet, aber ich bin immerhin abends ein wenig in die Altstadt (Gamla Stan). Das wäre bei Sonnenschein oder zumindest trockenem Wetter bestimmt angenehmer gewesen und ich hätte bestimmt auch mehr Fotos gemacht, hätte ich mir nicht dauernd die Kapuze tiefer ins Gesicht ziehen müssen. Ich habe halt versucht das Beste daraus zu machen…

    Hier ein paar Fotos:

    Das war dann aber auch schon alles Erwähnenswerte, außer dass ich in meinem sonst in Ordnung scheinendem Hotelzimmer eine Kakerlake entdeckt habe, als ich am zweiten Tag Hotelaufenthalt das Handtuch das vor der Badewanne am Boden lag aufgehoben habe. Zeit ein Foto zu machen blieb nicht, da dass putzige Tierchen gleich wieder in den Abfluss am Boden des Badezimmers gekrochen ist, aus dem es vermutlich gekommen war.

  • Vegetarismus

    Seit etwa 9 Monaten esse ich kein Fleisch mehr. Das Thema beschäftigt mich seit Jahren und ich war schon seit länger Zeit der Meinung dass es ethisch sowie ökologisch nicht vertretbar ist Tiere zum Verzehr zu züchten –  jedoch hatte ich mich – wie die meisten anderen Leute auch nicht bewusst genug damit beschäftigt, um den „Schritt zu wagen“ ganz auf die gewohnte Fleischbeilage zu verzichten.

    Als der Entschluss feststand war es aber erstaunlicherweise sehr einfach und ist immer noch ein fast schon lustvoller Prozess, indem ich immer mehr Fleischersatz-Produkte ausprobiere. So habe ich kürzlich erst „Lupinenfilet“ entdeckt – ein, von der Konsistenz an Hackbraten erinnernder Fleischersatz, den ich sehr lecker finde.

    Die Spacebar Chorizo „Wurst“ schmeckt mir besser, als die Spanische Wurst mit Tier mir je geschmeckt hat.

    Generell muss ich sagen, dass ich den Konsum von Fleischprodukten keineswegs vermisse, vielmehr ist es so, dass mit jeder fleischlosen Mahlzeit ich mich freue damit keinem Tier Leid zugefügt zu haben. Zudem bekommt mir das Essen von Sojaprodukten gut und etwas abgenommen habe ich seitdem auch.

    Derzeit lese ich Tiere Essen und bei jeder Seite der Beschreibungen über Massentierhaltung und die ökologischen Auswirkungen industieller Tierzucht frage ich mich ernsthaft, wieso ich nicht schon vor 10 Jahren mit dem Fleischessen aufgehört habe. Ein deutlich vermindertes Krebsrisiko wirkt auch nicht gerade abschreckend.

  • SPAM!

    Die letzten Wochen wird dieses Blog von neuen Benutzern geflutet (allesamt von @dresssmall.com, @yeah.net oder @163.com), die sich erst registrieren und dann irgendwann anfangen Kommentare auf alte Posts von mir zu schreiben – dabei blogge ich gerade eher selten und moderiere alle Kommentare.

    Sogesehen ist das nicht schlimm, aber lästig.

    Seltsam…

    Bitte melden,  falls jemand bei sich ähnliches zu berichten weiss…

  • Puh…

    Ich sollte dringend mal wieder etwas bloggen.. über Ostern schaff´ich das bestimmt 🙂

  • Dresden, 18.02.2012

    Unter dem Motto Dresden Nazifrei fand in Dresden eine Demonstration verschiedenster Bündnisse gegen rechts statt.
    Den 18.2. nutzten in der Vergangenheit mehrfach Nazis um anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens eine Großkundgebung zu veranstalten. In den letzten Jahren wurden die Naziaufmärsche durch Gegendemonstrationen wie Dresden Nazifrei zunehmend erschwert. Die Nazidemonstrationen wurden unter einem riesigen Polizeiaufgebot durchgesetzt und Blockaden entlang der Marschroute teilweise mit Wasserwerfern und massivem Gewalteinsatz angegangen. Dieses Jahr kam es zu keinen derartigen Außernandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten – es fand am 18.2. kein Aufmarsch der Nazis statt.
    Es beteiligten sich ca. 15000 Leute an der Demonstration, die mehr als 6 Stunden durch die Stadt zog und sich nach einer Abschlusskundgebung vor dem Jugendzentrum Roter Baum auflöste.

    Foto des Aufmarschs

    Für weitere Fotos bitte auf das Bild klicken

     

  • Schlossgartenräumung

    Nun ist es also passiert, der mittlere Schlossgarten war einmal. Herr Kretschmann hat S21 „Kritisch Konstruktiv“ begleitet:

    Was man damit erreicht hat ist hier recht gut illustriert: Vorher-Nachher

    Das Resultat ist eine Brache, die für die Umsetzung eines Teils des Projektes gebraucht wird (Nesenbachdüker) der bislang immer noch keine Firma gefunden hat, die ihn umsetzen möchte und kann.Auch daß der Auftrag für das Technikgebäude, welches auf dem Gelände gebaut werden sollte, auf dem der Nordflügel stand von der mit der umsetzung beauftragten Firma Wolf&Müller wieder „zurückgegeben“ wurde und damit neu ausgeschrieben wurde macht nachdenklich.

    Wie auch immer..

    Ich war am 13.02. und 14.02. im Park und habe mir dessen Räumung mit angesehen Zwischen 16 und 22 Uhr, sowie ab etwa 4 Uhr früh habe ich vor Ort Fotografiert. Ich habe leider  die erste Stunde, in der die Polizei unter Schlagtockeinsatz in den Park vorgedrungen ist nicht mit ansehen können – dies wurde anderweitig dokumentiert, wie beispielsweise in diesem Video von Alvar Freude .

    Was ich als ich vor Ort war sehen konnte waren lange Polizeiketten, die sich etwas später in Bewegung setzten und zentimeter für Zentimeter die Demonstranten abdrängten, während Schneeregen in dicken Flocken vom Himmel fiel.

    Nur vereinzelt blieben Leute am Boden sitzen, die meisten ließen sich von der Polizeikette ohne größeren Widerstand weiterschieben. Diejenigen, die sitzen blieben wurden weggetragen oder weggeführt.

    Die letzten, die gegen 7:30 noch im Park waren, waren 2 leute, die sich einbettoniert hatten, sowie Aktivisten von Robin Wood, die sich auf Baumhäusern veschanzt hatten und die Polizei noch bis zum Nachmittag des 14. Februar beschäftigten.

    Wenige Tage später sieht man nur noch eine matschige Schneise, wo kurz zuvor noch die Bäume und das bunte Zeltdorf standen.

    Warum dieses (wenn auch „illegale“) Camp in Stuttgart derart argwohn auf sich gezogen hat, kann ich nicht nachvollziehen.

    Hier ein paar Bilder zur Räumung:

     

  • Bahnhofsklo in Bruchsal

    Ich war kürzlich mit der Bahn unterwegs zu einem Kundentermin und musste in Bruchsal umsteigen. Das ich den Anschlusszug nicht bekommen würde wusste ich schon im Zug aufgrund einer Durchsage. Da ich also eine halbe Stunde Zeit hatte und musste, habe ich die dortige Bahnhofstoilette aufgesucht.

    Die Tür öffnet sich erst nach Einwurf von 50 Cent – ich hätte erwartet eine einigermassen saubere Toilette vorzufinden. Dem war leider nicht so. Kein Putzplan oder ähnliches gab auskunft wann das letzte Mal gereinigt worden war. Dem Geruch nach zu Urteilen kann das aber keinesfalls in den letzten Tagen gewesen sein. Autobahntoiletten die auf Parkplätzen (ohne Rastplatz!) stehen sind etwa vergleichbar. Leider habe ich kein Foto gemacht…

    Wie auch immer… wenige Minuten später stand ich vor dem Waschbecken und benutzte den Seifenspender – welcher auch funktionierte. Sekunden später war ich in Rage: Der – allem Anschein nach sensorgesteuerte Wasserhahn funktionierte nicht. Ziemlich doofe Situation wenn man mit flüssigseife eingeriebene Hände hat!

    Ich bin raus und fragte zwei in der nähe stehende Polizisten nach alternativen Waschmöglichkeiten – diese schickten mich in die Bahnhofshalle. Dort war leider nix. Ich fand zum Glück ein Cafe in der Nähe, bei dem ich mir – mich von Vorn über den Tresen gebeugt die Hände im Spülbecken waschen konnte!

    Ich habe anschließend versucht vor Ort herauszukriegen wer denn für dieses Klo zuständig ist,niemand den ich gefrag habe schien es zu wissen. Ich hatte da aber auch nur noch ein paar Minuten bis zur Anschlussbahn – eine SBahn auch ohne Wasserhahn.

    Mittlerweile weiß ich folgendes:

    Die Bahn unterhält selbst keine eigenen Bahnhofstoiletten mehr und es scheint kein zentrales Register der örtlichen Toilettenbetreiber zu geben.

    Leute, verlasst euch also blos nicht darauf, das ihr außerhalb von Großstädten am Bahnhof auch auf ein sauberes Klo gehen könnt – und wenn doch empfielt es sich auf jeden Fall eine flasche Wasser dabei zu haben 😉