Kategorie: Allgemein

  • Vom Video zum Einzelbild und zurück

    Hier als Notiz falls ich das mal wieder brauchen sollte: so konvertiert man ein Video zu Einzelbilderun und wieder zurück (unter Linux):

    mplayer -vo jpeg VideoIn.mp4

    zerlegt das Video in jpegs die mit einer 8-Stelligen Nummer inkrementell durchnumeriert werden. Das sind 25 Bilder pro Sekunde.

    Anschließend kann man die Bilder dann ggf. einzeln bearbeiten

    ffmpeg -framerate 25 -pattern_type glob -i ‚*.jpg‘ -c:v libx264
    VideoOut.mp4

    fügt sie dann wieder zu einem kompletten Video zusammen, der Numerierung nach aufsteigend.

     

  • Veganer Schnitt-„käse“

    Ich experimentiere gerne mit veganen eigenbau-Lebensmitteln. Hier ein Rezept dass ich selbst ausprobiert habe für schnittfesten Cashew-„Käse“:

    150 gr. Cashew-Kerne
    3400 ml Wasser
    1 El. Apfelessig
    2 tl. Meersalz
    1 Knoblauchzehe
    3 geh. tl Agar Agar
    Saft einer Zitrone
    Gewürze:
    1-2 tl. Pfeffer
    Thymian, Oregano, Basilikum

    Vorgehen:
    Cashews mindestens 2 Stunden in Wasser einweichen (damit sind nicht die 400 ml gemeint, die müssen mit in den Mixer!).
    Cashews abgießen. Alles bis auf Agar und die Kräuter gut in einem Standmixer pürieren.
    Agar und Wasser vermischen, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend mit in den Mixer und alles zu einer gleichmäßigen Paste
    vermengen.
    (Man kann, wenn man mag auch etwas Hefeflocken mit in die Masse geben, dann wird der Geschmack mehr Cheddar-artig)

    Eine Schale mit Öl ausstreichen und mit der Kräutermischung bestäuben – so bekommt der „Käse“ einen Kräuterrand.
    Die Schüssel anschließend für mehrere Stunden in den Kühlschrank

  • Liebeserklärung an die Vielfalt – eine Weihnachtsbotschaft

    In den letzten Wochen haben Menschen in Dresden und anderswo Angst, Kälte, Kleinmut, Rassimus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße getragen. Wir sind nicht nur verunsichert, sondern sehen das friedliche Zusammenleben in diesem Land erschüttert. Was wir in Dresden sehen, sind nicht die üblichen Nazis, aber Menschen, die letztlich die gleiche menschenverachtende Ideologie verbreiten.

    Doch unser Land sieht anders aus.

    Wir leben schon heute Vielfalt.

    Wir finden es normal, dass der marrokanische Schwager mit uns Weihnachten feiert. Und es dann kein Schweinefleisch zu Essen gibt. Wir haben Freundinnen und Freunde aus Russland, Usbekistan, Mali, Österreich und Tunesien. Wir lernen von anderen und merken, dass andere von uns lernen. Das ist Zusammenleben, auch wenn wir manchmal Dinge nicht verstehen. Wir interessieren uns für andere Kulturen, Religionen und Ansichten und werden niemanden eine Kultur überstülpen.

    Wir gehen mit muslimischen Bosniern und Iranern und ihren Kindern zusammen auf den Martinsumzug, weil uns allen das Teilen und das Ritual mit den Laternen so gut gefällt. Wir sind gerührt, wenn die 5-jährige Nichte sagt, dass sie in weniger Ländern Ausländerin sei als eine Deutsche, weil sie nämlich zwei Pässe habe.

    Wir trinken augenzwinkernd mit Moslems guten Wein und lachen zusammen. Wir trinken Tee beim Opferfest und erkennen, dass Nächstenliebe nicht nur beim christlichen Weihnachtsfest seinen Platz hat und Alkohol trinken nicht zwingend für Geselligkeit nötig ist.

    Wir sind neugierig, was der russische Oberst, den wir kennenlernen, zu erzählen hat. Wir sehen Begegnung als Bereicherung des Lebens. Sie eröffnet Perspektiven, die wir davor noch gar nicht erahnen konnten. Wir lachen verschmitzt mit der häkelnden türkischen Oma in der U-Bahn über eine skurille Situation. Und freuen uns über ihr Gesicht, das wir noch Jahre später vor Augen haben. Uns werden täglich die Augen geöffnet von der Vielfalt, die auf uns einprasselt.

    Wir lernen Sprachen in der Schule und können uns damit auf der ganzen Welt verständigen. Wir haben keine Angst, wenn Kinder aus aller Herren und Frauen Länder mit unseren Kindern in den Kindergarten und die Schule gehen. Weil unsere Kinder so von klein auf interkulturell lernen. Weil für sie Vielfalt normaler sein wird als für uns.

    Wir sehen wie liebevoll eine Bulgarin unsere Großeltern pflegt, wie fair der pakistanische Junge in der E-Jugend Fußball spielt. Wir erinnern uns an den Geschmack von Kardamom, der in einem Tee war, der uns angeboten wurde.

    Wir sind nicht stolz auf den Ausgang der Geburtslotterie, die den einen zum Deutschen und die andere zur Bolivianerin macht. Wir leben und lieben in binationalen Beziehungen und Ehen. Wir ziehen unsere Kinder zweisprachig auf, damit sie mit ihren Großeltern im Ausland reden können.

    Wir sehen den Austausch der Kulturen als Bereicherung unseres Lebens, egal ob wir dabei portugiesischen Weichkäse oder iranische Heavy Metal Bands kennenlernen. Wir lachen über den serbischen Film, nordamerikanische Serien und Karnevalsbräuche in Ecuador.

    Wir übernehmen Wörter aus anderen Ländern in unseren Sprachschatz, weil wir Dinge so besser ausdrücken können. Wir übernehmen Feste und Bräuche und stellen auf einmal ausgehöhlte Kürbisse ins Fenster. Wir sind überzeugt davon, dass Kulturen und Sprachen erst dadurch leben, dass sie sich vermengen, vermischen, bereichern und befruchten.

    Wir wollen in einem Land leben, das Menschen auf der Flucht offensteht. Wir leben in einem Einwanderungsland und wir wollen eine Willkommenskultur anstatt die Mauern um Europa zu vergrößern. Wir sind entsetzt darüber, dass so viele Menschen an den Außengrenzen sterben. Wir verstehen, dass Menschen fliehen, egal aus welchem Grund. Wir wollen Flüchtenden ein neues Zuhause geben und die Möglichkeit, frei und in Würde zu leben. Ohne uns dabei auf die Schulter zu klopfen.

    Wir sind überzeugt, dass wir zusammen den richtigen Weg finden können, der allen Teilen der Gesellschaft Rechnung trägt. Diese Auseindersetzung wird nicht immer einfach sein, sondern manchmal auch von Konflikten geprägt. Diese Konflikte wollen wir konstruktiv, friedlich und mit Respekt austragen und verhandeln. Dabei ist Migrationshintergrund für uns ein Zeichen der Stärke und Lebendigkeit der Gesellschaft.

    In unserem Land ist es egal, welches Geschlecht jemand hat oder sich selbst zuschreibt. Es ist egal, wer wen einvernehmlich liebt. In unserem Land sind alle Menschen gleich. In unserem Land wollen wir sozial gerecht zusammen leben und gemeinsam die richtigen Fragen für die Zukunft stellen. Wir werden diejenigen politisch herausfordern, die soziale Spaltung vorantreiben oder Umverteilung verhindern. Wir wollen gelebte Solidarität, Mitgefühl und Empathie statt sozialer Kälte, Egoismus und deutschen Volksgenossen.

    Zusammenleben und Austausch von Kulturen heißt für uns nicht Aufgabe von Werten, Ethik und Idealen. Vielmehr sehen wir, dass es Werte gibt, die in jeder Kultur zuhause sind. Auf ihnen bauen wir auf. Eine vielfältige Gesellschaft ist nicht einfach: Wir diskutieren hart in der Sache, wenn uns etwas nicht passt, aber wir finden gemeinsam Grenzen und Leitplanken des Zusammenlebens.

    Wir stehen an der Seite aller Menschen in diesem Land, die friedlich und respektvoll miteinander leben wollen. Egal wo sie herkommen oder welche Religion sie haben. Egal ob sie eine andere Sprache sprechen oder andere Sitten und Gebräuche haben.

    Wir wollen einfach zusammen leben. Wir wissen auch, dass viele der Ideale noch nicht umgesetzt sind.

    Das heißt für uns:

    Wir werden hasserfüllten Angsthasen, Rassisten und Fremdenfeinden dieses Land nicht überlassen, sondern an einer offenen und vielfältigen Gesellschaft weiterarbeiten. Was wir in Dresden und anderswo sehen ist nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern Deckungsmasse von Nazis und Brandstiftern. Sie stellen nicht die richtigen Fragen, sondern treten nach unten. Sie sind diejenigen, die einer toleranten und freien Gesellschaft und Kultur im Wege stehen.

    Wir danken deshalb all den Menschen, deren Ur-Großeltern, Großeltern, Eltern oder die selbst aus einem anderen Land hierher gekommen sind von ganzem Herzen, dass sie hier sind. Wir danken ihnen, dass wir Neues kennenlernen dürfen. Wir danken ihnen, dass wir immer wieder neu über uns nachdenken. Wir danken ihnen für eine ständige Neusausrichtung von dem, was wir unsere gewachsene Kultur nennen.

    Zukunft geht nur zusammen.

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    Verbreitet die Liebeserklärung an die Vielfalt. Sie soll überall auftauchen, an ihr soll kein Weg vorbeiführen. Bloggt diese Weihnachtsbotschaft, postet sie auf Facebook, fotografiert sie für Instagram, verlinkt sie, twittert sie, leitet sie weiter, schickt sie per Mail, vertont sie, macht Videos, druckt sie aus, hängt sie auf, plakatiert. Macht eine Lawine daraus, eine frohe Botschaft der Menschlichkeit, eine Liebeserklärung an die Vielfalt, einen Appell für das friedliche Zusammenleben. Und dann geht auf die Straße und demonstriert. Wir sind viel mehr als wir denken.

     

    Quelle: https://hedonist-international.org/?q=de/node/1294

  • Flickr Integration Kaputt

    Ich habe eben bemerkt dass die Flickr-Einbindung nicht mehr funktioniert hat – ich habe das Plugin aktualisiert und nun ist wieder alles OK…

  • Ein Kitaplatz, ein Kitaplatz

    Wie bereits in diesem Beitrag erwähnt ist es in Stuttgart nicht leicht einen Kitaplatz zu bekommen. Wir haben vor wenigen Wochen einen positiven Bescheid diesbezüglich bekommen, da wohl jemand umgezogen ist.

    Die Kita liegt ziemlich in der Nähe meiner Arbeit und nahe am hiesigen SBahnhof, insofern ist sie günstig gelegen.

    Nächste Woche geht die Eingewöhnungsphase los – ich bin gespannt 🙂

  • Puh…

    Das Erste mal Fläschchen geben müssen – die Gattin hat heute mal einen freien Abend.
    Nachdem das die letzten Abende beim Üben überhaupt nicht geklappt hat, war ich heute schon ganz panisch…
    Was soll ich sagen, ich sitze hier auf dem Sofa und die Kleine ratzt nebenan friedlich, nachdem sie etwa 100ml von mir sorgsam angewärmte Muttermilch aus dem Fläschchen getrunken hat.

    Ich bin erleichtert 🙂

  • Urlaub

    Endlich Urlaub… wenn auch nur einen Tag 🙂

  • Gibt es noch Pressefreiheit in England?

    Der britische Geheimdienst hat also den Guardian dazu gezwungen Festplatten auf denen potentiell belastendes Material war zu zerstören, um zu verhindern dass unbequeme Wahrheiten über die Internetausspähung an die Öffentlichkeit kommen – dies geschieht offenbar mit der Begründung man müsse die Terrorgefahr gering halten!? Mir fehlen echt die Worte…

  • Großartig 🙂

    Da Herr Gauck ja offenbar eher in Aktenschränken als in Zettabytes denkt, hat sich hier mal jemand die Mühe gemacht zu visualisieren was die von der NSA gesammelten Daten denn an Fläche brauchen würden wenn diese als Akten archiviert werden würden. Ich lache!


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