Autor: pearn

  • Update

    Ich habe Urlaub, miste ein wenig aus und verbringe gerade auch ein wenig zeit damit Elektronikfirmware zu aktualisieren. Positiv fällt dabei die Parrot Minikit Neo 2 Freisprecheinrichtung auf – das Gerät kann bei beliebigem Betriebssystem via USB angeschlossen werden und die Firmwaredatei draufgeschoben. werden – Reboot, Fertig!
    Leider braucht mein TomTom Go 60 Navi eine Windowsinstallation der Herstellersoftware für das Firmware-Update.

    Schade dass nicht mehr Hersteller eine Updatefunktion verwenden die nicht eine spezifische, betriebssystemabhängige Software braucht.

  • Neuer PGP Key

    Bitte ab Sofort bei verschlüsselter Kontaktaufnahme via Email folgenden Key benutzen:
    —–BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK—–
    Version: GnuPG v2
    mQINBFXkpBoBEADCHrbnhE7AQ0JcadJOriPjrF1/Hv7GzufRJ9hpXlYErWCL9E78
    AZxm0AagRgDVugXHLkC7mT9Mn+AiEbvr8J07If9HMn3F85TrJDUOzt0uZBhES7W5
    SvLNMqtGHsbO7HE4btgc2xjqBzNhyMnYkDsdUbOJkaLoSbieIniY6HQGalmGt423
    TKb6JnaOd6RCMAWxlhSBIOLbQF6vxfIkEhyp3UWUqq2yCCplBkkG6U7Q2xJAYYgO
    h0VLZW9Sc3UHljNWugW4VLIHKPwoGt2XrTd9+b9G/i0ChaT8h/4oEBIOwyfaIfA/
    6wQS4FsGcmU7B5A8TrDNcq+/5R1+B2rn03Y8275rR4dGf/VOJvr89sN31A2NPov3
    Lyx4KqKsYlv05TDMQxIo9TvM0Chh1gjPovX4niyvhd8+PPigofX0ORWmVHl+5t3v
    7TWmr8sNXLsJhfUcI12iBsIRNb4vSC7WPsGzTlV3bXdhMTU8T0HJUL9LXCyX1H2t
    VTfLNY3xR2o5pyJcQnIQfz4cn2QGJDQ75CL99qQY3Fh0s1NNtXwPaLH+YiXYRuDt
    kjtw0yKn8sEqs60ymciVTT6cmYMahU/o32cNKX8mWh8SdTopQkAEwKAUdWs77Pok
    7hmzViYI1snL/Zl81fOILBlNu4xGsc9e6FPmPoyyPDfPqVt5UNk07cWaFQARAQAB
    tDhCZXJuaGFyZCBIw7ZsbCAoaHR0cDovL2hpZ2h3YXl0b2hvZWxsLmRlKSA8cGVh
    cm5Ad2ViLmRlPokCPgQTAQgAKAIbAwYLCQgHAwIGFQgCCQoLBBYCAwECHgECF4AF
    AlfqwoEFCQtsH+cACgkQ8GQ0lFWpb2wZNQ//SZE6gbNOI69caj4fpgHdxLlvwPxX
    XAMl51QnMdJ5BYM3tzfLf3ptLLsRkNen8pcoWVtIIMfaz28EAwoYs7c3pQ3joN4U
    +XB8447xwSNV8UWBnQhlnFTc5ulBtLpqiubMhh414T27kJ6nq6yz5WPIQVxhPjjA
    CzBSeA2Tq7eKTnvjgNyFYJ+tdKYIKKNLfr6RX9lgBjp95f8XiD696HeI8dZCuuHm
    NNu6v2P9YvSgKIREn+GKsPL+v8qRqwdtMWfOn2mkpyvKdi8d+nwLXrfKqVmrbbWU
    30jH8iT8BEnLu2v/nU3+Mck+DIGdUD4JupGxcka1JdBZDLpCiY3EaJijvCipYK3i
    SCED8ssUBH5mTLE52E57Snkb/B3sV9kvYYrX1+LDcjs24jWGhKFsn9VTWIK2X8Tn
    P5Pi3wm+ClFVIsZ5P3hr0WTTf5Tq3JaddtjW6LtjIJ6BVaCHpaa+qkPOv6iqe2Fy
    zRw6ANXmZ/4ooRL+n6TJOfpVzNeBq2FnlAE5keLveuwYHmj3eggU49gJ+7XiNTFG
    8HRneKSwC0d4Az039vtLLBD/1v8ZgKpLplSucHjRmju9kxNhyBRnlioFrNouAg3V
    BGjVqonWe2zJNvmOP5KtzqiWoLKyli60rq8rpCXkVZPfnBhx4ItZrNtZxWBFFKPf
    t2fCRf8afviLqpuJARwEEAECAAYFAlXkqK0ACgkQLIvWsP8TY5HKCQf/XYJJu2ZX
    is7TjEOJ9lHqS7KH03G5htWjzo8jB1qA2N+gFb7fuHD8YLf7LNPHXFJkdoc/s8LB
    JPBAI6t7t3EgFfoqN3k3rmKcfT8HdD1xrOmO14MzX9CGTlDidVafgOBflkOzKG2H
    /HBw8Aogy4lajZAe1FWKcxQjtG75hP6t+Md+GPrMZ6wdN4umpJEnHV1kQJrlrvBI
    XlJVzA++/Zkm0P3xmzg49e23E4PjRo0u1oNrX2sSSXUaHehnTeA6ynjHXkSf9Pnv
    3ByjIxa2XinMFC8g/OKewad9MaAQZCp/MggLIfv7wDNE9BRIJkrLsPACuVE7KG97
    ygb+90flceKw5bkCDQRV5KQaARAAuTf+bPn66NayfS/Cl+N0IHFrL4Tor5cV2+D8
    8sAy1mVS6zaovgpRgL977a50MEeoZ4utw6j/1PWb2SxI3krA8HaHAgXOJSDnc88v
    yboFo2AL298uC9TJtsPNQGsY180/vPKiEiajDRbm04xpY1pXmj3Yuwxe1xPWyCxf
    4ECquEOac0fRinVjLqUiaGJbRnVrgHubXlioX1skHx+CU0tPE1b6pNGRGFcOtnxG
    0qMhPBC80/qZvh8ezRulAeizTcxd3kcNlrbvxjP9cHr9tkEkxUTU+pc4nLWXQa79
    DnhaPyWHCdcgsF8pTymGkEsHWxwgqi4l+wSFZa18lHDSoNiZIExRcHq+kCPMbc6i
    6IIgYpEDdILXj8e0s15ocVBNvgnJC3UHR0L4piQPObSyZF1Eu9NKqebumZgyTEGy
    waIJyUprXA1Rp2FAI+/m+h3pD+ZHWDri0zlwfewzH9qnp6fuOx1cQa1ioqmiO3Gh
    l45uDds3rJYZS9jyymjvXCzVIDoR4zXZGKXYcUopPaaIrbBTamQmr3IRCLgUe9Ra
    jlMNRTXn5KMtEatOIW0t1yBOk086THnaAgB4zRWhUFHKLy20piNmOUSD0bS0aN0v
    OiFL+X89cHcgGLxH1wLf297xllQPlVUsYaSBCZrH9YS+6i3woCt2UkoVyLLMrBhe
    Tw3F0n8AEQEAAYkCJQQYAQgADwIbDAUCV+rCgQUJC2wf5wAKCRDwZDSUValvbNhq
    D/9NjmO0llef81DLlhnm8Bh1yjJNR3Q3gERw5EHj0eq8HXwSF9OECD0MAUF/o2Nv
    Spr/IUeVrjXQG20mpKO5Xm4zoLs/s54Wl65iETAeihKKJ8OKcWPTNU2Rkgfjpzyh
    2HswYNZc32ot/FQkzzVX2SoSCPflhpQvt+aMK5aiqlA+QavyOLwsrYhe9vLxI1ts
    u0Vn7J8fYJEgFFi/Rz22EIVbN9qmfnxueFrqd7y77WK4/1vhkY52lWqBAPOZ3BjS
    Rch3UGHZkKp9rPz/ikX+MXNnBK8X39jYYQGA0Q2aEEmQlC1Qeav4Gwj5zuATzn1f
    YXuPUa3RJcFIkU3bHD3uckL0Ogi0L32hDX3lSdeTxHuzQWEH6+GPp5p3O3eSxlLw
    t+CgSpeQvpSwOOJx5E1ELLyMkUx0AlsdptO2UfvZZFUlJagEV1u5eT30184LJNVU
    7c/M9mODNmtRu2vhUQ88Oc1RxPz8FEhtexo0dbTVpC/gOo3ey0i2ByS3U8bSPNuJ
    +SjQJ4WYW1v36Wvtk0dc9fhfGIk8T8rcq58P2GRPpW0PaG56L+XT+mtIVx5EintJ
    TcwdKftzFRGE+9qeLuhoNspzJDy/93Mu8N71jHSJZ600kse8Ho/ImcgWwCtnVny3
    5vTWMAIejCR73Dcq6k3liVUo29LDpuk8xSEcYabIXh95Qg==
    =noqS
    —–END PGP PUBLIC KEY BLOCK—–

  • Veganer Kräuter-„Frischkäse“ auf Cashew-Basis

    Ich habe vor einiger Zeit mal ein Rezept für Cashew-Aufstrich ausprobiert und etwas mit den Zutaten rumgespielt. Ich finde es super lecker – das Aufwändigste am Rezept ist es, den Mixer danach wieder zu säubert…

    Alles was ihr braucht ist ein Standmixer (Stabmixer zerkleinert die Cashews leider für meinen Geschmack nicht fein genug) und ein paar Zutaten.

    Hier also meine Abwandlung des Rezeptes – damit habe ich das dann auch endlich mal abseits von PostIt Zetteln dokumentiert:

    Zutaten

    • 100g Cashewkerne (ich nehme Cashew-Bruch, da günstiger)
    • ca 200 ml Wasser zum Einweichen der Cashews
    • 2 El Zitronensaft
    • 2 El Olivenöl
    • 60 ml Wasser
    • 1 Tl Kräutersalz
    • 2-3 in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten
    • ca. 5 frische Basilikumblätter

    Zubereitung

    1. Cashews ca. 2 Stunden mit Wasser bedeckt einweichen, dann das Einweichwasser abgießen
    2. Flüssige Zutaten (Wasser, Öl, Zitronensaft) in den Mixer geben, Cashews und Gewürze / Basilikumblätter dazugeben
    3. ca. 1 Minute pürieren bis eine cremige Masse entstanden ist
    4. getrocknete Tomaten hinzugeben
    5. Noch ca 10 Sekunden pürieren (es sollten noch Tomatenstücke sichtbar bleiben)

     

    Anschließend das Ganze in ein Gläschen füllen und in den Kühlschrank.

    Hält meiner Erfahrung nach länger als eine Woche.

  • Verboten

    Wer durch die Löschung aus der Mediathek noch nicht mitbekommen haben sollte weswegen Jan Böhmermann genau juristisch belangt werden soll, kann sich unter

    selbst ein Bild machen.

  • Vom Video zum Einzelbild und zurück

    Hier als Notiz falls ich das mal wieder brauchen sollte: so konvertiert man ein Video zu Einzelbilderun und wieder zurück (unter Linux):

    mplayer -vo jpeg VideoIn.mp4

    zerlegt das Video in jpegs die mit einer 8-Stelligen Nummer inkrementell durchnumeriert werden. Das sind 25 Bilder pro Sekunde.

    Anschließend kann man die Bilder dann ggf. einzeln bearbeiten

    ffmpeg -framerate 25 -pattern_type glob -i ‚*.jpg‘ -c:v libx264
    VideoOut.mp4

    fügt sie dann wieder zu einem kompletten Video zusammen, der Numerierung nach aufsteigend.

     

  • Veganer Schnitt-„käse“

    Ich experimentiere gerne mit veganen eigenbau-Lebensmitteln. Hier ein Rezept dass ich selbst ausprobiert habe für schnittfesten Cashew-„Käse“:

    150 gr. Cashew-Kerne
    3400 ml Wasser
    1 El. Apfelessig
    2 tl. Meersalz
    1 Knoblauchzehe
    3 geh. tl Agar Agar
    Saft einer Zitrone
    Gewürze:
    1-2 tl. Pfeffer
    Thymian, Oregano, Basilikum

    Vorgehen:
    Cashews mindestens 2 Stunden in Wasser einweichen (damit sind nicht die 400 ml gemeint, die müssen mit in den Mixer!).
    Cashews abgießen. Alles bis auf Agar und die Kräuter gut in einem Standmixer pürieren.
    Agar und Wasser vermischen, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend mit in den Mixer und alles zu einer gleichmäßigen Paste
    vermengen.
    (Man kann, wenn man mag auch etwas Hefeflocken mit in die Masse geben, dann wird der Geschmack mehr Cheddar-artig)

    Eine Schale mit Öl ausstreichen und mit der Kräutermischung bestäuben – so bekommt der „Käse“ einen Kräuterrand.
    Die Schüssel anschließend für mehrere Stunden in den Kühlschrank

  • Threema Desaster

    Seit langer Zeit mal wieder ein Blogpost auf meiner privaten Homepage. Ich bin momentan durch ein anderes Projekt, bei dem ich auch ab und an blogge relativ eingebunden – spätestens Ende 2017 sollte sich dies legen ;-).

    Ich bin eigentlich beim Backup über-sorgfältig – ich habe ein Raid System, welches noch zusätzlich auf externe Festplatten gesichert wird, welche ich regelmäßig durch-rotiere.

    Auch Passwörter werden nicht vergessen, sondern in einem verschlüsselten Passwortsafe archiviert. Sogar im Brandfall hätte ich noch eine komplette Datensicherung, die maximal 2 Wochen alt ist, inklusive aller Mails. Trotzdem ist mir etwas passiert was nicht hätte passieren dürfen:

    Ich habe den voll-verschlüsselnden Messenger Threema seit es ihn gibt benutzt und, trotz berechtigter Kritik (kein Open Source) hat dieser Messenger aufgrund der hohen Verbreitung doch auf beiden Mobilgeräten (Smartphone, Tablet) Einzug gehalten.

    Bezüglich Backup der Threema ID hatte ich mich bislang immer darauf verlassen, daß ich nicht beide Geräte gleichzeitig verlieren würde. Das habe ich auch nicht, aber es kam dennoch zum Totalverlust:

    Vor etwa 4 Wochen war ein Android Lollipop Build für mein etwas älteres (2012) Nexus 7 Tablet von CyanogenMod erhältlich – welches ich auf meinem Tablet installiert habe. Dazu musste ich das Tablet einmal komplett neu aufspielen – soweit kein Problem.

    Die Daten und auch meine Threema ID habe ich wieder aufgespielt, alles super.

    Auch die Geräteverschlüsselung auf dem Tablet, nachdem ich ein Passwort gesetzt hatte ließ sich problemlos aktivieren, soweit so gut!

    Daraufhin habe ich etwa 2 Wochen später auch mein Mobiltelefon aktualisiert, womit meine Threema-Daten wieder durch ein Backup vom Tablet hätten eingestellt werden müssen. Ich hatte viel zu tun und habe dies nicht gleich gemacht.

    Zum Verhängnis wurde mir die Möglichkeit auch mittels Lockpattern den Bildschirm zu sperren – um den Zugriff auch wirklich sicher zu machen hatte ich mich für die 6×6 Variante entschieden.

    Leider scheint dieser 6×6 Lockscreen noch nicht durchgehend verfügbar zu sein, denn nach dem nächsten Reboot wurde ich aufgefordert das Pattern zu zeichnen – mit einem 3×3 Punkte Lockscreen. Ich konnte also unmöglich das entsprechende Entschlüsselungspattern eingeben.

    (nachdem ich das Tablet wieder neu installiert habe bin ich wieder auf Passwörter umgestiegen – hier kann ich mich darauf verlassen, daß die OnScreen Tastatur zumindest alle benötigten Zeichen hat…)

    Somit hatte ich ein frisch installiertes Smartphone und ein Tablet, bei dem ich keine Möglichkeit mehr hatte an die Daten zu kommen. Daher:

    Meine neue Threema ID ist SZ3YY62A

    Diesmal ist das zugehörige Backup meines privaten Schlüssels auch ordentlich gesichert – dies wird mir eine Lehre sein!

    Hier noch als QRCode für Leute mit Smartphone und Tippaversion 🙂

    Threema ID SZ3YY62A

     

  • Freifunk Stuttgart

    Seit Jahren habe ich das Freifunk-Projekt mit Interesse verfolgt, habe mir aber bislang nicht die Mühe gemacht mich damit im Detail zu befassen. Da es mittlerweile einen Stuttgarter Ableger gibt, habe ich beschlossen mich daran zu beteiligen. Ein TP-Link WR841N v9 Router für unter 20€, 10 Minuten Zeitaufwand und etwa 2€ Stromkosten im Jahr reichen aus um einen Freifunk-Access-Point aufzumachen. Seit Sonntag ist mein Accesspoint am Netz.
    Da in Deutschland die Störerhaftung gilt, hat Freifunk dieses Problem folgendermaßen gelöst:

    Der Zugangspunkt baut eine VPN Verbindung zu Servern von Freifunk auf, über welchen dann der Internettraffic läuft und ins Internet gespeist wird. Da Freifunk als Internetprovider registriert ist, genießt er das Providerprivileg, wodurch Freifunk nicht für Rechtsverstöße die durch den übermittelten Traffic verursacht werden haftbar gemacht werden kann. Durch welchen Wlan-Accesspoint zugegriffen wurde lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Somit hat man als Freifunker kein Haftungsrisiko.

    Erklärt wird das Konzept in folgendem Video:

    Freifunk verbindet! from Philipp Seefeldt on Vimeo.

    Die Stuttgarter Freifunk-Netze sind auf dieser Karte sichtbar.

    Leider hat die Bundesregierung vor die Störerhaftung neu zu regeln und nicht kommerzielle Anbieter wie Freifunk in die Störerhaftung mit einzuschließen. Dies wäre das Aus für derartige Projekte, die freies Wlan ohne Zugangsbarrieren und Registrierung ermöglichen.

    Das Blog Freifunk Statt Angst erklärt die Zusammenhänge.

  • Liebeserklärung an die Vielfalt – eine Weihnachtsbotschaft

    In den letzten Wochen haben Menschen in Dresden und anderswo Angst, Kälte, Kleinmut, Rassimus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße getragen. Wir sind nicht nur verunsichert, sondern sehen das friedliche Zusammenleben in diesem Land erschüttert. Was wir in Dresden sehen, sind nicht die üblichen Nazis, aber Menschen, die letztlich die gleiche menschenverachtende Ideologie verbreiten.

    Doch unser Land sieht anders aus.

    Wir leben schon heute Vielfalt.

    Wir finden es normal, dass der marrokanische Schwager mit uns Weihnachten feiert. Und es dann kein Schweinefleisch zu Essen gibt. Wir haben Freundinnen und Freunde aus Russland, Usbekistan, Mali, Österreich und Tunesien. Wir lernen von anderen und merken, dass andere von uns lernen. Das ist Zusammenleben, auch wenn wir manchmal Dinge nicht verstehen. Wir interessieren uns für andere Kulturen, Religionen und Ansichten und werden niemanden eine Kultur überstülpen.

    Wir gehen mit muslimischen Bosniern und Iranern und ihren Kindern zusammen auf den Martinsumzug, weil uns allen das Teilen und das Ritual mit den Laternen so gut gefällt. Wir sind gerührt, wenn die 5-jährige Nichte sagt, dass sie in weniger Ländern Ausländerin sei als eine Deutsche, weil sie nämlich zwei Pässe habe.

    Wir trinken augenzwinkernd mit Moslems guten Wein und lachen zusammen. Wir trinken Tee beim Opferfest und erkennen, dass Nächstenliebe nicht nur beim christlichen Weihnachtsfest seinen Platz hat und Alkohol trinken nicht zwingend für Geselligkeit nötig ist.

    Wir sind neugierig, was der russische Oberst, den wir kennenlernen, zu erzählen hat. Wir sehen Begegnung als Bereicherung des Lebens. Sie eröffnet Perspektiven, die wir davor noch gar nicht erahnen konnten. Wir lachen verschmitzt mit der häkelnden türkischen Oma in der U-Bahn über eine skurille Situation. Und freuen uns über ihr Gesicht, das wir noch Jahre später vor Augen haben. Uns werden täglich die Augen geöffnet von der Vielfalt, die auf uns einprasselt.

    Wir lernen Sprachen in der Schule und können uns damit auf der ganzen Welt verständigen. Wir haben keine Angst, wenn Kinder aus aller Herren und Frauen Länder mit unseren Kindern in den Kindergarten und die Schule gehen. Weil unsere Kinder so von klein auf interkulturell lernen. Weil für sie Vielfalt normaler sein wird als für uns.

    Wir sehen wie liebevoll eine Bulgarin unsere Großeltern pflegt, wie fair der pakistanische Junge in der E-Jugend Fußball spielt. Wir erinnern uns an den Geschmack von Kardamom, der in einem Tee war, der uns angeboten wurde.

    Wir sind nicht stolz auf den Ausgang der Geburtslotterie, die den einen zum Deutschen und die andere zur Bolivianerin macht. Wir leben und lieben in binationalen Beziehungen und Ehen. Wir ziehen unsere Kinder zweisprachig auf, damit sie mit ihren Großeltern im Ausland reden können.

    Wir sehen den Austausch der Kulturen als Bereicherung unseres Lebens, egal ob wir dabei portugiesischen Weichkäse oder iranische Heavy Metal Bands kennenlernen. Wir lachen über den serbischen Film, nordamerikanische Serien und Karnevalsbräuche in Ecuador.

    Wir übernehmen Wörter aus anderen Ländern in unseren Sprachschatz, weil wir Dinge so besser ausdrücken können. Wir übernehmen Feste und Bräuche und stellen auf einmal ausgehöhlte Kürbisse ins Fenster. Wir sind überzeugt davon, dass Kulturen und Sprachen erst dadurch leben, dass sie sich vermengen, vermischen, bereichern und befruchten.

    Wir wollen in einem Land leben, das Menschen auf der Flucht offensteht. Wir leben in einem Einwanderungsland und wir wollen eine Willkommenskultur anstatt die Mauern um Europa zu vergrößern. Wir sind entsetzt darüber, dass so viele Menschen an den Außengrenzen sterben. Wir verstehen, dass Menschen fliehen, egal aus welchem Grund. Wir wollen Flüchtenden ein neues Zuhause geben und die Möglichkeit, frei und in Würde zu leben. Ohne uns dabei auf die Schulter zu klopfen.

    Wir sind überzeugt, dass wir zusammen den richtigen Weg finden können, der allen Teilen der Gesellschaft Rechnung trägt. Diese Auseindersetzung wird nicht immer einfach sein, sondern manchmal auch von Konflikten geprägt. Diese Konflikte wollen wir konstruktiv, friedlich und mit Respekt austragen und verhandeln. Dabei ist Migrationshintergrund für uns ein Zeichen der Stärke und Lebendigkeit der Gesellschaft.

    In unserem Land ist es egal, welches Geschlecht jemand hat oder sich selbst zuschreibt. Es ist egal, wer wen einvernehmlich liebt. In unserem Land sind alle Menschen gleich. In unserem Land wollen wir sozial gerecht zusammen leben und gemeinsam die richtigen Fragen für die Zukunft stellen. Wir werden diejenigen politisch herausfordern, die soziale Spaltung vorantreiben oder Umverteilung verhindern. Wir wollen gelebte Solidarität, Mitgefühl und Empathie statt sozialer Kälte, Egoismus und deutschen Volksgenossen.

    Zusammenleben und Austausch von Kulturen heißt für uns nicht Aufgabe von Werten, Ethik und Idealen. Vielmehr sehen wir, dass es Werte gibt, die in jeder Kultur zuhause sind. Auf ihnen bauen wir auf. Eine vielfältige Gesellschaft ist nicht einfach: Wir diskutieren hart in der Sache, wenn uns etwas nicht passt, aber wir finden gemeinsam Grenzen und Leitplanken des Zusammenlebens.

    Wir stehen an der Seite aller Menschen in diesem Land, die friedlich und respektvoll miteinander leben wollen. Egal wo sie herkommen oder welche Religion sie haben. Egal ob sie eine andere Sprache sprechen oder andere Sitten und Gebräuche haben.

    Wir wollen einfach zusammen leben. Wir wissen auch, dass viele der Ideale noch nicht umgesetzt sind.

    Das heißt für uns:

    Wir werden hasserfüllten Angsthasen, Rassisten und Fremdenfeinden dieses Land nicht überlassen, sondern an einer offenen und vielfältigen Gesellschaft weiterarbeiten. Was wir in Dresden und anderswo sehen ist nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern Deckungsmasse von Nazis und Brandstiftern. Sie stellen nicht die richtigen Fragen, sondern treten nach unten. Sie sind diejenigen, die einer toleranten und freien Gesellschaft und Kultur im Wege stehen.

    Wir danken deshalb all den Menschen, deren Ur-Großeltern, Großeltern, Eltern oder die selbst aus einem anderen Land hierher gekommen sind von ganzem Herzen, dass sie hier sind. Wir danken ihnen, dass wir Neues kennenlernen dürfen. Wir danken ihnen, dass wir immer wieder neu über uns nachdenken. Wir danken ihnen für eine ständige Neusausrichtung von dem, was wir unsere gewachsene Kultur nennen.

    Zukunft geht nur zusammen.

    ————-

    Verbreitet die Liebeserklärung an die Vielfalt. Sie soll überall auftauchen, an ihr soll kein Weg vorbeiführen. Bloggt diese Weihnachtsbotschaft, postet sie auf Facebook, fotografiert sie für Instagram, verlinkt sie, twittert sie, leitet sie weiter, schickt sie per Mail, vertont sie, macht Videos, druckt sie aus, hängt sie auf, plakatiert. Macht eine Lawine daraus, eine frohe Botschaft der Menschlichkeit, eine Liebeserklärung an die Vielfalt, einen Appell für das friedliche Zusammenleben. Und dann geht auf die Straße und demonstriert. Wir sind viel mehr als wir denken.

     

    Quelle: https://hedonist-international.org/?q=de/node/1294

  • Flickr Integration Kaputt

    Ich habe eben bemerkt dass die Flickr-Einbindung nicht mehr funktioniert hat – ich habe das Plugin aktualisiert und nun ist wieder alles OK…